News von Amazon 1 02/2026
Starkes Wachstum, noch stärkerer KI-Invest - und eine verhaltene Börse
Am vergangenen Donnerstag hat Amazon die Quartalszahlen für das 4. Quartal 2025 veröffentlicht. Stephan und Maik haben bereits schon ausgiebig in der aktuellen Podcast-Folge darüber gesprochen, aber wir geben allen Interessierten natürlich noch eine Einschätzung und Übersicht in unserem Newsletter mit.
Vendor im Aufwind
Mit einem 10%igen Umsatzwachstum und 83 Milliarden USD Umsatz im vierten Quartal, erreicht das Vendor-Geschäft (ausgewiesen als Online Stores) ca. 39 % Gesamtamteil am Umsatz und konnte somit den Abwärtstrend stoppen.
Advertising und Seller stabil
Sowohl der Bereich 3P Services (Seller), als auch der Bereich Advertising sind wie erwartet gewachsen: Seller um 11 % mit 52,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und Advertising mit satten 23 % Wachstum und 21,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Wie zu erwarten ist vor allem AWS (Amazon Web Services) für den Cashflow bei Amazon verantwortlich: Mit 24 % Wachstum wächst diese Sparte so schnell wie in den letzten 13 Quartalen nicht mehr. Mit 45,6 Milliarden US-Dollar Operating income bei 128,7 Miliarden US-Dollar Umsatz eine wahre Cash-Maschine für Amazon
Amazons Zukunft heißt KI: Die 200 Milliarden Wette
Nicht nur, dass Amazons Technologie-Sparte um Custom-Chips wie Graviton und Trainium2 und 3 eine Revenue Run Rate von 10 Milliarden aufweisen können: Amazon erhöht seine geplanten Investitionen im Bereich KI von 160 auf 200 Milliarden für 2026.
Amazon transformiert sich in wahnsinniger Geschwindigkeit zu einer integrierten KI-Infrastruktur-Company und stößt Bereiche wie Stores und andere technologische Spielereien ab, um den Fokus nicht zu verlieren.
Mehr dazu hör ihr in unserem aktuellen Podcast.
Unser beliebter Roundtable und weitere News-Formate findest du auf unserer neuen Landingpage.
Amazon wird die Nutzung von Preiskontrollmechanismen untersagt
Das Bundeskartellamt verbietet Amazon die systematische Beeinflussung der Preisgestaltung von Dritthändlern auf dem deutschen Marketplace. Amazon darf Preiskontrollmechanismen künftig nur noch in Ausnahmefällen wie bei Preiswucher und nach behördlichen Vorgaben einsetzen. Die Entscheidung basiert auf Missbrauchsvorschriften für große Digitalunternehmen (§ 19a Abs. 2 GWB) sowie auf § 19 GWB und Artikel 102 AEUV.
Zum ersten Mal seit der Reform von 2023 nutzte das Bundeskartellamt die Möglichkeit, den wirtschaftlichen Vorteil abzuschöpfen. Da der Kartellrechtsverstoß andauert, wurde zunächst ein Teilbetrag von rund 59 Millionen Euro festgesetzt. Die Entscheidung ist noch nicht bestandskräftig – Amazon kann innerhalb eines Monats Beschwerde einlegen, über die dann der Bundesgerichtshof entscheiden würde.
Amazon auf Konfrontationskurs
Nur Stunden später reagierte Amazon mit einem öffentlichen Beitrag auf dem hauseigenen deutschen Blog.
Amazon wehrt sich vehement gegen die Entscheidung des deutschen Bundeskartellamts und plant eine Beschwerde. Die Behörde verlangt von Amazon, auch nicht wettbewerbsfähige Preise hervorzuheben, was nach Ansicht des Unternehmens gegen EU-Wettbewerbsrecht verstößt und Amazon als einzigen deutschen Händler benachteiligt.
Amazon betont, dass über 47.500 deutsche Verkaufspartner ihre Preise frei und unabhängig festlegen. Das Unternehmen argumentiert, dass die Hervorhebung nicht wettbewerbsfähiger Preise sowohl das Vertrauen der Kunden als auch den Erfolg der Verkaufspartner beeinträchtigen würde.
Während der rechtlichen Auseinandersetzung will Amazon seinen Store wie gewohnt weiterbetreiben, damit Kunden und Verkaufspartner keine Beeinträchtigungen erfahren. Country Manager Rocco Bräuniger stellt die Frage, ob die deutsche Vorschrift Innovation, Wettbewerb und Verbraucherinteressen tatsächlich fördert.
Liegt Amazon mit der eigenen Ansicht eigentlich richtig?
Wir haben uns ein paar Beispiele angeschaut, bei denen es wirklich eine Regulierung der BuyBox Logiken benötigt. Stephan berichtet auf seinem LinkedIn Profil in diesem Fall von Ritter-Sport Produkten auf Amazon.
Für 2026 setzen wir auf neue Marketing-Kanäle, um euch mit aktuellen Amazon Updates zu versorgen: Unser REVOIC-Podcast kommt jeden Freitag und unser YouTube-Kanal wurden komplett überarbeitet und liefern euch ab sofort regelmäßig frische Inhalte.
Wir freuen uns auf euer Feedback!
Starker Fokus auf Same- und Next-Day Lieferungen
Amazon hat 2025 weltweit über 13 Milliarden Artikel am selben oder nächsten Tag an Prime-Mitglieder ausgeliefert – ein neuer Geschwindigkeitsrekord zum dritten Mal in Folge. In den USA allein wurden über 8 Milliarden Artikel mit Same-Day oder Next-Day Delivery zugestellt, was einer Steigerung von über 30% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Produktkategorien und Sortimente im Fokus
Die Hälfte aller Same-Day und Next-Day Lieferungen in den USA entfiel auf Lebensmittel und alltägliche Bedarfsartikel. Seit dem Start von Prime 2005 mit 1 Million Artikeln (hauptsächlich DVDs, CDs und Bücher) ist die Auswahl auf über 300 Millionen Artikel in 35 Kategorien gewachsen, wovon Dutzende Millionen für Same-Day oder Next-Day Delivery verfügbar sind.
Wie es weitergehen wird
Same-Day und Next-Day Delivery wurde auf über 4.000 kleinere Städte und ländliche Gebiete in 44 US-Bundesstaaten ausgeweitet, indem bestehende ländliche Lieferstationen zu Hybrid-Hubs umgebaut wurden. Dies resultierte aus einer 4-Milliarden-Dollar-Investition in das ländliche Liefernetzwerk.
Fortschrittliche KI-Modelle prognostizieren, wo, wann und welche Produkte im Fulfillment-Netzwerk gelagert werden sollten, um die richtige Auswahl näher an Kunden zu bringen und kürzere Lieferzeiten zu ermöglichen.
Die Expansion des Same-Day-Delivery-Netzwerks führte 2025 zu einem 70% Anstieg der innerhalb eines Tages gelieferten Artikel im Jahresvergleich. Same-Day Delivery ist mittlerweile in über 9.000 US-Städten verfügbar, darunter Großstädte wie New York, Chicago und Los Angeles sowie ländliche Gemeinden.
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